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Thema: Schlafkompression seit 3 Wochen

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Schlafkompression seit 3 Wochen

michi1 am 15.04.2017 um 09:20

Ich (60 J, m.,verh.) habe mich entschlossen wegen meiner chronischen Insomnie mit der Schlafkompression zu beginnen. Mein eigentliches Problem ist die Angst vor dem Nichtschlafenkönnen. Körperliclh ist alles in Ordnung, ich bin sehr sportlich, sehr aktiv und ziemlich fit für mein Alter, das man mir angeblich auch nicht ansiehtGrafik: Smilie Gluecklich
Aber Spaß beiseite:Ich schlafe normalerweise recht leicht ein, aber ich schlafe nie durch und wache oft zu früh nach 4-5 Stunden auf. Dann kommt es immer wieder vor, dass ich nicht mehr einschlafen kann. Die Gedanken drehen sich dann im Kreis und die gedankliche Beschäftigung auch tagsüber ist natürlich kontraproduktiv.
Ich bin beruflich ziemlich gefordert, zum Glück aber etabliert und erfolgreich - trotz chronischer Schlafstörung.
Meine Schlafproblematik hat keine beruflichen oder privaten Ursachen.
Ich habe mich vor 3 Wochen eher zögerlich entschlossen, mit der Schlafkompression zu beginnen. Liegezeit 23.30 - 5.30.
Es ist hart, aber es war gar nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Nun sind fast 3 Wochen vorbei und ich hatte wieder einige Nächte, in denen ich zu früh aufgewacht bin und nur so auf 4-5 Stunden Schlaf kam.
Das Guch von Dr Müller habe ich bestellt und gelesen und es leuchtet mir auch alles ein.
Derzeit aber durchlaufe ich eine Phase, in der ich die Schlafkompression anzuzweifeln beginne, weil sich der Erfolg nicht so einstellt, wie ich es erhofft hatte. Es ist mir bewusst, dass 3 Wochen kurz sind im Vergleich zu meiner jahrelangen Schlafstörung. Ich bin eher ein ungeduldiger Mensch und normalerweise immer in der Lage, Probleme zu erkennen und entsprechend rational zu lösen. Der Schlaf spielt mir aber einen Streich. Die negativen Gedanken den Schlaf betreffend sowie die Angst vor dem Schlaf sind das Problem....
Hat hier im Forum jemand Tipps wie man sich über so manche Verunsicherung während der Schlafkompression hinwegrettet? Wie geht ihr mit der Angst um, die aufkommt, wenn man nicht mehr einschlafen kann?
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ich schon seit 2 Jahren eine geringe Dosis von Mirtazipin (ca 2-3 mg) nehme, was wohl eher einer Plazebowirkung entspricht. Ich will von diesem AD wegkommen, es ist mir aber bis jetzt nicht gelungen.
Meine Frau unterstützt mich bei der Schlafkompression vorbildhaft und steht mit mir am Morgen auf. Sie ist eine sehr gute Schläferin.
Ich wäre dankbar für positive Beiträge bzw. Antworten. Vielleicht bekomme ich so Hilfe und Motivation, mit der Schlafkompression auf jeden Fall weiterzumachen.
Ich will so gerne die 'Kontrolle' über den Schlaf zurückbekommen und aktiv etwas tun, um die Situation zu verbessern!
 
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Re: Schlafkompression seit 3 Wochen

boskop am 15.04.2017 um 13:06

Hallo michi,
Du schreibst das alles sehr reflektiert . Wie du ja selbst schon siehst bist du auf einem sehr guten Weg
Die schlafkompression ist gar nicht so schlimm wie man vermutet also halte weiter durch !! Wie du ja selbst schreibst, was sind drei Wochen gegen Jahre ?? Nichts... es braucht einfach langer wenn sich etwas so verfestigt hat bis es sich verabschiedet . Also mein Tipp wäre ganz einfach: mach weiter ! Nimm das ad in der geringen Menge weiter wenn es dich beruhigt . Es wird der Tag kommen da kannst du es einfach weglassen....
Verabschiede dich langsam vom Gedanken der Kontrolle über den Schlaf denn schlaf lässt sich nicht kontrollieren . das richtige ist hier einfach das Vertrauen in den eigenen schlaf wieder zu bekommen . Das wird sich im Lauf der Zeit schon einstellen ...
Jeder Rückschlag im Rahmen der Kompression ist nur Übung für später . Auch ich hab jetzt mal ne schlechte Nacht aber der Umgang damit ist einfach anders und normal ...
Halte durch!!
 
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Re: Schlafkompression seit 3 Wochen

michi1 am 15.04.2017 um 14:57

Hallo Boskop,
Vielen Dank für deine nette und motivierende Antowrt. Du hast das sehr gut formuliert in deiner Antwort.
Ich bin gerade ziemlich in Eile, will aber nur kurz zurückschreiben. Du bist eine Bereicherung für diese Seite und eine Inspiration für alle, die es mit der Kompression versuchen wollen und dasselbe schlafgestörte Schicksal haben.
Ich werde weitermachen....und will diejenigen, die das hier lesen, nicht enttäuschen.
Kontrolle aufgeben, ja das ist wichtig. Ich arbeite daran.
Liebe Grüße!
 
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[EDIT] - Re: Schlafkompression seit 3 Wochen

michi1 am 22.04.2017 um 12:36

Ich bin jetzt am Ende der 4. Woche der Schlafkompression und durchlaufe leider eine Krise. Die letzten 3 Nächte brachte ich es auf nicht mehr als jeweils 4 Stunden Schlaf. Einschlafen war kein Problem, aber nach 4 Stunden war ich munter und dann funktionierte das Wiedereinschlafen nicht mehr.
Mein chronisches Schlafproblem besteht seit etlichen Jahren vor allem darin, dass ich meistens ohne Schwierigkeiten relativ rasch einschlafen kann, aber immer nach ca. 4 Stunden munter bin und dann oft nicht mehr einschlafen kann.
Es ist mir schon klar, dass ich nach langen Jahren mit meiner chronischen primären Imsomnie keine raschen Wunder erwarten darf, aber enttäuscht bin ich schon. Die ersten 3 Wochen verliefen besser als die 4. Woche und brachten mehr Schlaf als zuletzt.
Vielleicht gibt es hier im Forum Leute, die ähnliche Erfahrungen wie ich gerade machten und mir Tipps geben könnten, wie sie mit solchen Krisen umgegangen sind.
Ich möchte durchhalten und nicht aufgeben. Ich will so gerne aktiv versuchen, meinen Schlaf und vor allem die Angst vor der Schlaflosigkeit in den Griff zu bekommen. Es passiert ja eigentlich nichts, außer dass man sehr müde ist. Aber kann das ein Trost sein in einer solchen chronischen schlafgestörten Situation?
Ich weiß, Schlaf lässt sich nicht kontrollieren. Ich bin von Natur aus eher ein Kontrollfreak und schaffe so ziemlich alles im Leben, das meiner Kontrolle und Leistungsfähigkeit zugänglich ist. Ich bin sehr erfolgreich im Berufsleben, trotz des chronischen Schlafproblems. Der Schlaf ist da leider ein völlig anderes Kapitel und ist eine Belastung für mich.
Meine Hoffnung beruht nach wie vor auf der Schlafkompression, die mir von meinem Verständnis her als eine sinnvolle Therapie meiner Insomnie und meiner damit verbundenen Schlafangst erscheint. Aber die 4.Woche hat meine Motivation doch ziemlich erschüttert.
Vielen Dank für etwaige Ratschläge!
 
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Re: Schlafkompression seit 3 Wochen

Ursuula am 22.04.2017 um 17:40

Hallo,
du nimmst schon zu lange deine Mirtaz.,
arbeite dran,die müssen weg.
Dann mal sehen,wie sich dein Schlaf ohne entwickelt.
Wenn du genau nach dem o.g.Buch handelst,müsste man ja nach den 4 Std. Schlaf und nicht wieder einschlafen können aufstehen...oder ?
Ich übe das jetzt ein Jahr mit 3maliger Mirtaz.Einnahme,nie länger als 3 Wo.Habe gerade wieder seit 4 Tagen abgesetzt.
Meiner Meinung nach haben die Tabletten dann nach 4 Std. ausgewirkt(in unserer niedrigen Dosis) und man wacht auf.....
Lg und schönen Sonntag
 
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