Forum

Moderatoren: Michael, TilmannMueller

Thema: Plötzlich immer nach 4-5 Stunden wach - Schlafstörung?

(Registrierung notwendig)

Plötzlich immer nach 4-5 Stunden wach - Schlafstörung?

Mustrum Ridcully am 15.04.2017 um 03:03

Hallo zusammen,

Ich werde versuchen euch mein Problem so detailliert wie möglich zu beschreiben, vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem oder kann mir sonst irgendwie anderweitig weiterhelfen. Rückfragen sind gerne gesehen.

Am Dienstag (diese Woche) und davor konnte ich noch einwandfrei schlafen. 8 Stunden und mehr jede Nacht - alles ohne Probleme. (Normalerweise reichen mir auch 6 Stunden aber ich schlafe gerne mal wenn ich kann 8, fühle mich dann wohler ). Am Mittwoch Morgen bin ich dann nach 3-4 Stunden plötzlich aufgewacht, ich dachte dass mich der Lärm meines Nachbarn geweckt hat und konnte deswegen auch nicht mehr weiterschlafen. Erst nach 3 Stunden wachliegen konnte ich wieder einschlafen und habe dann 6 Stunden geschlafen... (Soweit ich weiß hätte ich vom körperlichen problemlos schlafen können aber der Lärm hielt mich wach. Naja die 6 Stunden waren nicht sehr erholsam, ich bin alle 2 Stunden aufgewacht und dann wieder 2 Stunden eingeschlafen und dann noch einmal... Aber jedes Mal relativ gezwungen und sehr seicht. Da ich 9 Stunden früher ins Bett gegangen bin als ich sonst eig. schlafen gehe hat sich seit dem Tag mein Schlafrhythmus wieder verändert (was aber nichts besonderes ist da ich die letzten 6 Monate oder mehr immer einen sich ständig verändernden Rhythmus hatte - hatte aber deswegen noch nie Probleme - konnte egal zu welcher Uhrzeit immer exzellent und ausreichend schlafen (Hauptsache ich war 14 Stunden schon wach gewesen! (Davor bin ich normalerweise nicht schläfrig).

Kommen wir zum Donnerstag. Also davor (Mittwoch und die Tage davor bin ich immer so gegen 8 Uhr morgens eingeschlafen und gegen 16 Uhr oder so aufgestanden - seit Donnerstag dann (da ich da um 19 Uhr schlafen gegangen bin) um 19 Uhr abends ins Bett gegangen und um 1 Uhr morgens/nachts aufgewacht. Also 10 Stunden Differenz innerhalb eines Tages... Ich war Donnerstags wieder so müde dass ich mittags 3-4 Stunden geschlafen habe (habe es nicht bis abends ausgehalten) und nachts konnte ich auch wieder nur 4-5 Stunden schlafen.

Am Freitag dann das merkwürdige: Obwohl ich nur 4-5 Stunden geschlafen habe war ich relativ fit. Also schon übermüdet aber doch (zumindest subjektiv) gar nicht so übermüdet wie ich normalerweise gewesen wäre (normalerweise bin ich mit allem was unter 6 Stunden ist übermüdet und bei 4-5 Stunden wäre das schon relativ stark gewesen...). Ich konnte auch anders als die 2 Tage davor bis abends wach bleiben ohne einen Mittagsschlaf zwingend zu benötigen.

Diese Nacht (auf samstag bzw. auf jetzt - bin vor 2 Stunden erst aufgestanden um 0 Uhr) konnte ich auch wieder nur 4-5 Stunden schlafen. Ziemlich exakt genau die Zeit die auch die Tage davor schlafen konnte.

-----------------

Soviel mal zum chronologischen Ablauf. Jetzt zu der Symptomatik:

Nach 4-5 Stunden wache ich plötzlich auf und verspüre danach keinerlei Schläfrigkeit mehr. Keine Schlaftrunkenheit die ich sonst normalerweise hätte und ich kann dann auch nicht mehr einschlafen. Ich gehe dann nach 30 bis 60 Minuten aus dem Bett und stehe auf. Ich habe tagsüber leichte bis mittelstarke Kopfschmerzen die sich in einem kurzen aber sehr unangenehmen, beidseitigem drückendem Schmerz äußern. Habe ich auch erst nach Mittwoch, davor noch nie gehabt... Weder Kopfschmerz allgemein und schon gar nicht auf diese Art und Weise.

Körperlich/kognitiv fühle ich mich (subjektiv - kann natürlich auch trügen ) relativ gut. Also sowohl fitter als ich normalerweise nach so wenig Schlaf (für mich) wäre als auch trotzdem relativ konzentriert (zumindest seit gestern). Keine/kaum Schläfrigkeit tagsüber (was mich aber eher beunruhigt). Trotzdem das Gefühl von Übermüdung bzw. nicht genügend Schlaf bekommen zu haben und ich fühle mich sehr unwohl. Außerdem fühlt sich mein Kopf (seit gestern) deutlich leichter an (die zwei Tage davor eher schwerer - wie auch bei mir sonst normal bei einer Übermüdung bzw. das Gefühl von körperlicher Schwäche wie zb. nach einem Marathon oder wenn man die Muskeln überlastet hätte - Muskelkater oder sowas).

-----------------

Noch was zu meiner Psyche:

Was mir gerade am meisten Kummer bereitet ist dass ich die Angst habe (so irrational sie auch sein mag - das weiß ich selber) dass diese Symptomatik einer tödlichen und unheilbaren (Schlaf)Krankheit zugrunde liegen könnte. Das ist für mich gerade viel schlimmer als die eigentliche Symptomatik oder Belastung durch den geringen Schlaf...

Ich erhoffe mir auch dass mir vll. da jemand etwas Angst nehmen kann weil er ein ähnliches Problem hat/hatte dass aber einer harmlosen Ursache zugrunde liegt...

Ich habe eine Angsstörung seit einigen Jahren und ab und an leide ich an Krankheitsängsten, das aber eher mehr zu meiner Angsstörung gehört als zu einer eigenständigen Hypochondrie. Wie gesagt habe ich auch nicht immer sondern nur meistens dann wenn sich körperlich irgendetwas verändert - was mir dann wiederum Angst macht (weil ichs nicht erklären kann) und dann dazu führt dass ich irgendeine tödliche Krankheit befürchte - diese Krankheitsangst geht augenblicklich dann wieder weg wenn die körperliche Symptomatik wieder normalisiert ist - also zb. dann wenn ich wieder 6-8 Stunden schlafen könnte.

Es waren schon einige Krankheiten dabei, am meisten in letzter Zeit jedoch die "letale familiäre Insomnie". (Was man rational eig. aber eher ausschließen kann). Die Angst davor hatte ich schon 4x! Und 4x hat es nicht bestätigt! (Also konnte ich mal 2 Nächte weniger schlafen und dann wieder wochenlang problemlos - aber die 2 Nächte hatte ich diese Angst... usw.). Und jetzt eben das 5. Mal

Ich weiß rational ist das so gut wie ausgeschlossen. Hab zwar keinen Gentest gemacht aber meine Eltern und auch ihre Großeltern haben bis jetzt noch irgendeine Symptomatik davon gezeigt und die sind eig. auch schon in dem Alter wo es eig. ausbrechen würde... Außerdem abgesehen davon dass die Krankheit extrem selten ist und alle andere Erklärungen für meine Symptomatik sehr viel wahrscheinlicher wären (auch alle harmlosen Dinge), abgesehen davon bin ich auch erst 19, wo ein Ausbruch der Krankheit zwar nicht unmöglich ist aber noch viel unwahrscheinlicher. Zudem dann noch dass ich mir das 4x eingebildet habe und 4x nichts war...

Was meine Angst aber nochmal von neuem bestärkt: 1. Diese Kopfschmerzen, ich glaubte irgendwo gelesen zu haben dass man bei dieser Krankheit auch merkwürdige Kopfschmerzen hat und 2. dass ich gerade kaum Schläfrigkeit verspüre (sonst hatte ich das Problem noch nie) und bei dieser Krankheit verliert man ja auch irgendwann jede Schläfrigkeit und Fähigkeit zu Schlafen...

Einschlafprobleme habe ich bisher jedoch nicht gehabt. Nur dieses eben "paar Stunden früher aufwachen (frühmorgendliches Erwachen?)" seit ein paar Tagen.

Abgesehen von den letzten Tagen schlafe ich aber sonst immer jede Nacht mind. 8 Stunden oder zumindest mind. 6 Stunden (so dass ich ausgeschlafen bin) und fühle mich extrem erholt und topfit. Meistens sogar so fit dass ich selbst wenn ich schlafen gehe noch lange nicht mal die geringste Müdigkeit empfinde. Keinerlei Einschlafprobleme sonst und keine Durchschlaf- oder sonstigen Probleme. Im Grunde auf der Punkteskala eine 20/10. (Das ist auch ein Grund wieso mich das so beunruhigt - da ich ja sonst so gut schlafe...).

-----------------

Organische Ursachen.

Zu möglicherweise körperlichen Gründen gibt es nicht viel zu sagen. Habe normalerweise das ganze Tag über keine körperlichen Probleme und gehe auch nur 1-2 im Jahr zum Arzt. Habe häufiger mal ein Blutbild machen lassen (immer dann wenn es mir doch mal nicht so gut ging) und immer war mein Blutbild völlig top - keine Nährstoffe haben gefehlt - alles unauffällig.

Wüsste auch von keinerlei körperlichen Krankheiten oder Allergien die ich haben könnte. War körperlich immer schon überaus fit und sehr vital. War auch seit mehreren Jahren nicht mehr krank. Keine Grippe - kein Fieber - keine Erkältungen. Gar nichts.

-----------------

So habe jetzt versucht alles (was mir auf den ersten Blick relevant scheint) detailliert wiederzugeben (denn je mehr Infos desto besser könnt ihr mir potenziell helfen ). Rückfragen sind aber gern gesehen oder wenn euch sonst noch irgendetwas wichtig scheint könnt ihr mich das sehr gerne fragen.

Wenn das in paar Tagen nicht weg/besser ist werde ich sowieso zum Hausarzt gehen und den konsultieren. Aber solange warte ich noch kurz ab. (Meistens warte ich bei Problemen (außer die verschlimmern sich plötzlich stark) 2-3 Tage ab und gehe dann wenn es sich nicht bessert zum Arzt. Da es sich aber bisher IMMER in den 2-3 Tagen restlos erledigt hat musste ich nie wirklich zum Arzt gehen. Außerdem vermeide ich so unnötige Arztbesuche (da ich ja sowieso weiß dass ich zu solchen Krankheitsängsten leicht neige und mich leicht in etwas hineinsteigere).

Dieser Beitrag ist 100% ernstgemeint und möchte dementsprechend auch so behandelt werden. Sollte jemandem der Text zu lange sein oder sonst kein Interesse verspüren mir zu antworten oder diesen Text zu lesen, so muss er das auch nicht Nur Beleidigungen, "sich über andere auslachen", Sarkasmus oder sonstiges kann ich nicht ausstehen - schon gar nicht in einem Gesundheitsforum, wo der maßgebliche Sinn schon darin besteht solche Beiträge zu erstellen (Sonst ist man hier falsch).

Aber da appelliere ich einfach mal an euren gesunden Menschenverstand bzw. eure Manieren^^ (Möchte euch nichts unterstellen aber habe auch vor allem schon in Gesundheitsforen bereits schlechte Erfahrungen diesbezüglich gemacht ).

Nicht wundern ich poste diesen Beitrag womöglich noch in anderen Gesundheitsforen (Wieso auch nicht?) und sehe es nicht ein nochmal ne Stunde am Schreiben zu sitzen...^^

Wünsche euch erstmal einen wunderschönen guten Morgen und würde mich sehr freuen auf freundliche Antworten
 
(registrierte Mitglieder)

Re: Plötzlich immer nach 4-5 Stunden wach - Schlafstörung?

beefheart81 am 17.04.2017 um 21:59

Ich habe alles gelesen aber ich erkenne das Problem nicht ganz. Ist das Hauptproblem eine Insomnie oder die Hypochondrie?
Schläfst du wegen ungünstigen Arbeitszeiten von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags?
Ich selbst bekam nach Ausbruch meiner Insomnie nach 7 Wochen mit 1- 2 Stunden Schlaf pro Nacht unerträgliche Kopfschmerzen, alle erdenklichen Medis folgten.
Solange du trotzdem noch ohne allzugroße Qualen und Einschränkungen dein Leben leben kannst, dann tu es einfach u. versuche nicht über exotische Krankheiten nachzudenken. Wenn das Gesamtschlafdefizit zu hoch wird merkst du das schon. Man wird aggressiv, der Appetit kann zurückgehen, Sport verursacht Muskelschmerzen da die Muskeln sich nur im Tiefschlaf regenerieren.Schlaflabor kann nicht schaden, Wartezeiten sind da oft 9 Monate also melde dich rechtzeitig an! War es schon so quälend dass du auf Medikamente zurückgreifen musstest? Und wie alt bist du?
 
(registrierte Mitglieder)

[EDIT] - Re: Plötzlich immer nach 4-5 Stunden wach - Schlafstörung?

ronnic am 24.04.2017 um 05:24

Die Angst mit der "letale familiäre Insomnie" kann ich dir recht einfach nehmen, zumal weltweit nur 50-60 Familien diese Geninformation in sich tragen. Was die köprerlichen Untersuchungen angehen solltest du deinen Melatoninspiegel mittels nächtlicher Speichelprobe (2 Uhr nacht) untersuchen lassen. Ist zwar teuer, könnte aber so einiges klären. Weiterhin wäre andere Rahmendaten hilfreich, wie Alter, Beruf (Schichtdienst) oder andere Umstände die sich evtl. letztzeitlich geändert haben.
Lieben Gruß Ronny
 
(registrierte Mitglieder)
(Registrierung notwendig)