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Thema: [EDIT] - Ich kann auch nicht schlafen ... wie hilft Sport?

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[EDIT] - Ich kann auch nicht schlafen ... wie hilft Sport?

Miezekatze_1976 am 16.03.2017 um 09:53

Hallo zusammen,

ich habe schon sehr lange einen empfindlichen Schlaf. Nach einer schlechten Phase hatte ich immer das Gefühl wieder einigermaßen in einen erholsamen Schlaf zurückzufinden.
Das ist leider seit meinem Umzug vor knapp einem Jahr nicht mehr möglich. Seit der Zeit treibt mein Schlafverhalten merkwürdige Blüten und Auswüchse in der gesamten breite des Angebotes: nicht ein-, durchschlafen oder auch gar nicht schlafen zu können. Damit das ganze auch recht spannend bleibt, wechselt sich das eine mit dem anderen heiter ab. Wenn ich zwischendurch mal gar nicht mehr kann, schlafe ich auch mal eine Nacht durch.

Meine Medikation besteht seit einiger Zeit aus 50 mg Valdoxan im Wechsel mit entweder 150 mg Quetiapin oder Trimipramin.

Als ich merkte, dass ich kaum noch Lebensqualität hatte, ich bin keinen Hobbys mehr nachgegangen, habe mich durch den Tag gekämpft, mich also nur noch "geschont", habe ich eine Psychosomatische Reha bewilligt bekommen. Nach 6 Wochen war sie beendet und nun befinde mich gerade in der 3. Woche der anschließenden Krankschreibung.
Während der Reha und kurz nach meiner Rückkehr gab es doch einige Nächte hintereinander, in denen ich schlafen konnte, bis sich das ganze jeweils wieder umkehrte. Mittlerweile bin ich wieder auf dem Level von vor der der Reha angelangt, wenn nicht sogar noch schlimmer. Nach dem jetzigen Stand der Dinge gehe ich davon aus, dass ich über Woche 4 hinaus krankgeschrieben sein werde.

Was habe ich aus der Reha mitgenommen?
Einen aufrechteren Gang Grafik: Smilie Gluecklich, mehr in mich hineinzufühlen, mit positivem Eindruck meinem Spiegelgegenüber in die Augen blicken zu können, eingeschlafene Dinge (so grotesk das auch klinen mag Grafik: Smilie Zwinker) wiederzubelegen und zu versuchen, den Tag strukturierter zu gestalten und besser für mich selbst zu sorgen.

Ein Fazit, das ich u. a. aus Rehavorträgen zu mehreren Themenreihen geschlossen habe, ist, das gesammelte Anspannung abgebaut werden muss. Wie auch immer das geschehen mag.
Währenddessen habe ich gemerkt, dass Sport eine wunderbare Möglichkeit dazu ist, was gleichzeitig auch noch Spaß machen kann: mich körperlich anzustrengen/auszupowern. Nehme ich dann am Abend noch ein heißes Bad und anschließend meinen bunten Pillenmix, habe ich fast einen komatösen Schlaf.

Durch die körperliche Anstrengung kann ich zumindest einigen wiederkehrenden Gedankengängen entkommen, und zwar solange, bis ich mein Hauptproblem erkannt habe und das auch angehe ...

Das klappt auch an den Tagen, an denen ich sportlich aktiv bin, wunderbar. An den Tagen, an denen ich nichts dergleichen unternehme, schlafe ich wieder schlecht.

Hat jemand in Sachen "sportliche Aktivität" ähnliche Erfahrung gemacht? Wie kann man da das richtige Maß finden, ohne ständig die eigenen körperlichen Grenzen zu überschreiten?

... und auch sonst bin ich für Tipps in Sachen besser Schlafen offen und dankbar Grafik: Smilie Gluecklich



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Re: Ich kann auch nicht schlafen ... wie hilft Sport?

Greg9 am 16.03.2017 um 19:15

vielleicht kannst du dann eher auf die körperliche Anstrengung setzen und die Pillen nach und nach streiechn.
 
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Re: Ich kann auch nicht schlafen ... wie hilft Sport?

Andianerjones am 16.03.2017 um 21:51

Hi

Leider ist es mit Schlafstörungen sehr stark unterschiedlich ,bei mir müssen mindestens 5 Sunden Ruhepause und Entspannung zwischen Körperlicher Anstrengung und Schlafenszeit liegen , mit Sport ist bei mir die Müdigkeit nur noch drückender .

Wirklich wichtig sind Positive Gedanken , Gedanken über die unerträgliche Müdigkeit so weit es geht überspielen und ausblenden nach einen extremen tief kommt irgendwann wider ein hoch und es geht wider aufwärts , manchmal muss man sich auch am Tag überwinden etwas zu unternehmen , Erinnerungen helfen am Abend den schlechten Schlaf zu vergessen , Um so mehr Erinnerungen um so leichter fällt es einen es müssen auch nicht immer traumhaft schöne Erinnerungen sein manchmal kann sogar ein Fehler zu einer schönen Erinnerung werden .
 
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[EDIT] - Re: Ich kann auch nicht schlafen ... wie hilft Sport?

kaffee74 am 17.03.2017 um 04:48

Du nimmet die Medikamente aber nicht nur wegen dem schlechten Schlaf, oder? Das wäre ja etwas krass.

Es ist normal, dass man nach dem Sport erstmal ein paar Stunden runterkommen muss, und wenn mans übertrieben hat, dann schläft man sogar eher schlechter.

Ich möchte aber noch einen Aspekt erwähnen, der vielleicht übersehen wird - unabhängig von der direkten Wirkung führt regelmässiger Sport zu jeder Menge positiver gesundheitlich positiver Effekte, beeinflußt quasi alles positiv. Der Blutdruck sinkt, die Laune steigt, die Fitness steigt, es ist eine sehr wirksame Rundum-Kur. Dürfte also auch langfristig eine schlafverbessernde Wirkung, einfach weils einem insgesamt besser geht, haben.

Generell würde ich jedem, der über schlechten Schlaf und allgemein psychische Probleme klagt, intensiven Sport als "Begleit-Therapie" empfehlen.
 
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Re: Ich kann auch nicht schlafen ... wie hilft Sport?

Miezekatze_1976 am 17.03.2017 um 09:12

Meine Schlafstörung ist die nette Begleiterscheinung einer Depression. Meine Medikamente dienen primär der Beruhigung. Der Mix besteht aus Valdoxan plus entweder Quetiapin oder Mirtazapin. Je nach Gewöhnung an das eine Medikament stelle ich auf das andere um. Das klappt in der Regel ganz gut ... wobei ich zeitweise keinen Unterschied zwischen "Gewöhnung" und einfach nur "heute wirken sie mal nicht" ausmachen kann ...
Bei Gewöhnung an ein Präparat hat auch eine Höherdosierung keinen Sinn, da es einfach nicht mehr wirkt. - Ist das normal?

Vor der Reha war es bei mir tatsächlich so, dass körperliche Belastungen überanstrengt haben, egal, was es war. Ich konnte nicht schlafen.
Nach der Reha ist es anders. Sport trägt anscheinend zu einem besseren Schlaf bei und hebt tatsächlich die Laune Grafik: Smilie Gluecklich. Allerdings habe ich festgestellt, dass mich fehlende (fordernde) körperliche Aktivität nicht schlafen lässt. Ein einfacher längerer Spaziergang hingegen ist nicht ausreichend - so meine bisherige Feststellung.

Ist ein tägliches Auspowern noch gut für die Gesundheit? Kann der Körper sich auch daran gewöhnen? ... und: Auspowern nach fehlendem oder schlechtem Schlaf ist das für den Körper nicht eine Doppelbelastung, bei der man es mit Belastungen nicht vielleicht etwas ruhiger angehen sollte?

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