Forum

Moderatoren: Michael, TilmannMueller

Thema: Neue Arbeit und verstärkte Schlaflosigkeit

(Registrierung notwendig)

Neue Arbeit und verstärkte Schlaflosigkeit

Markeria am 22.02.2017 um 17:13

Hallo zusammen,

ich wende mich an Euch, da ich mittlerweile (mal wieder) total verzweifelt bin.
Seit 4 Jahren nun schon leide ich an Schlaflosigkeit, Auslöser war damals ein Zusammenbruch aufgrund einer Dehydration. Seit diesem Vorfall habe ich Probleme beim Schlafen, bzw. diese sind mittlerweile chronisch geworden.
Ich habe sowohl Ein- als auch Durchschlafstörungen. Das Einschlafen gelingt mir zwar hin und wieder, aber der Schlaf ist insgesamt sehr oberflächlich und zerstückelt. Meinem subjektiven Empfinden nach schlafe ich im Höchstfall 3 Stunden pro Nacht.
Die Auswirkungen des fehlenden Schlafes belasten mich sehr, wenn ich mehrere Nächte hintereinander nicht geschlafen habe, fehlt mir die Kraft alleine rauszugehen, ständig begleitet von der Angst irgendwo umzukippen und vor Erschöpfung einzuschlafen.
Auch depressive Verstimmungen bemerke ich zunehmends an mir durch den Schlafmangel.

Dabei habe ich einen stringenten Ablauf jeden Abend.
Ich gehe konsequent jeden Abend um 22:45 Uhr ins Bett bzw. lösche das Licht, danach höre ich noch ein kurzes Hörbuch, wobei ich im besten Falle bei der Hälfte eindöse. Aufstehzeit ist immer zwischen halb 6 und 6 in der Früh bei mir.
Zum Schlafen nehme ich jeden Abend eine Viertel Zopiclon und meistens noch eine Viertel wenn ich um 0 Uhr immer noch wach im Bett liege.
Dies ist das einzige was halbwegs hilft, ich weiß es ist nicht optimal aber ich komme nicht mehr so recht davon los.

Nun gut, bis vor kurzem konnte ich mich mit dem fehlenden Schlaf noch arrangieren, da ich lediglich ein Studium absolviert habe und morgens immer frei wählen konnte, ob ich heute zur Uni fahre oder nicht. Ich habe komischerweise keine Vorlesung verpasst, war immer da.Auch wenn es mal wenig Schlaf gab.

Jetzt ist aber das Problem, dass ich vor kurzem eine Teilzeitstelle angenommen habe und nun der Druck da ist, am nächsten Tag fit zu sein. Die ganzen neuen Einrücke in dem Job (ich muss komplett neu eingearbeitet werden) verfolgen mich teils bis in den Schlaf, ich kann gedanklich nicht mehr abschalten.
Seit ich diese Arbeit vor gut 2 Wochen angenommen habe schlafe ich wieder so gut wie gar nicht bzw. jede Nacht sehr schlecht.Ein Kreislauf. ich habe Angst, dass ich meine Arbeit schon bald wieder los bin.

Heute habe ich wieder ein Maximum erreicht. Bin völlig erschöpft, letzte Nacht gar nicht geschlafen, davor die Tage auch nur ein Minimum. Ich geh aufm Zahnfleisch. Kopfschmerzen, Schwindel, sehr labil und weinerich etc.

Mein Umfeld rät mir immer dazu, ich soll mich tagsüber hinlegen wenn ich von der Arbeit heimkomme und vorschlafen, den Schlaf hätte ich schon mal.Ich hingegen versuche mich immer bis 22:45Uhr zwanghaft wachzuhalten.

Was mach ich nur, wenn ich heute wieder nicht schlafe?So kann ich unmöglich meiner Arbeit nachgehen, heute ging schon fast nichts mehr Grafik: Smilie Traurig
 
(registrierte Mitglieder)

Re: Neue Arbeit und verstärkte Schlaflosigkeit

Markeria am 28.02.2017 um 18:04

Es wird immer schlimmer,

die letzten zwei Nächte wieder so gut wie nicht geschlafen.
Heute auf der Arbeit war der Horror, konnte mich kaum auf den Beinen halten.
Weiß nicht wie ich das in den Griff bekommen soll, ich kann mich ja nicht jedes Mal so durch den Arbeitstag quälen.
 
(registrierte Mitglieder)

Re: Neue Arbeit und verstärkte Schlaflosigkeit

kaffee74 am 28.02.2017 um 22:41

hm, wie kam es denn zu der Dehydration? Und meinst Du, die Probleme sind durch irgendwelche im Rahmen dessen entstandende organische Schäden ausgelöst, oder rein psychisch?

Bist Du ärztlich gründlich unersucht, was rein körperliche Ursachen angeht?

ansonsten ein paar Gedanken..

- mir hilft Lesen (oder sicher auch Hörbuch hören) im Bett null, im Gegenteil. Macht eher wach. Ich bleibe auf bis ich so müde bin dass ich ins Bett will, und zwar sofort mit Licht aus. Vielleicht wäre das besser?

- auf Dauer immer Zopiclon könnte das Problem vergrößern, hat vielleicht auch Anteil daran? Macht den Schlaf auf Dauer sicher nicht besser

- Du zwängst Dich in ein recht starres Korsett, feste Zeiten, fester Job etc. Vielleicht ist das nicht so gut. Den Rat, Dich nachmittags hinzulegen wenn Du dann müde bist (und schlafen könntest) finde ich nicht schlecht, in der Tat, den Schlaf hast Du dann schonmal. Folge lieber den Signalen Deines Körpers als einem starren Plan!

- vielleicht bietet Deine Teilzeitstelle ja auch eine gewisse spontane Flexibilität, was die Arbeitszeiten angeht, so dass Du im Zweifel spontan auch mal einen Tag nicht hingehen kannst, wenn Du zu unfit bist? Was dann zumindest zu Entpannung führen würde

- und letztlich auch die Erfahrung, dass es ja doch irgendwie geht (zwar nicht angenehm, aber wie man sieht, geht es - Du hast auch erfolgreich studiert und da nix verpasst!). Vielleicht ist die Angst größer als real angemessen wäre.
 
(registrierte Mitglieder)

Re: Neue Arbeit und verstärkte Schlaflosigkeit

Ursuula am 01.03.2017 um 08:02

Hallo,
du hast doch dein Problem schon erkannt,du hast das richtige schlafen verlernt,deine Störung hat sich verselbständigt.
Egal,welche Ursachen dazu führten,du musst dich davon lösen.
In dem o.g. Buch steht alles beschrieben,wir haben viel berichtet,wie man es schaffen kann.
Mit der Einhaltung oder der strafferen Durchführung der Schlafhygiene geht es doch los.Ins Bett geht man nur hundemüde zum schlafen,nicht noch eine Beschäftigung haben,das können gute Schläfer machen.Wir hatten auch Mühe,die Zeiten vor dem ins Bett gehen auszufüllen,aber es gelingt.Am Tage wird in der Zeit,wo man das schlafen neu erlernen muss,nicht geschlafen.Um deine Schlaftabletten loszuwerden schau in das Kapitel Kompression mit Medikamenten.
Ich hatte 4 Wochen regelmäßig Mirtaz. in niedrigster Dosis eingenommen,die kann man danach gut ausschleichen.
Dein Schlaf ist zerstückelt weil deine Viertel Tablette ausgewirkt hat,dann noch eine Viertel...
Habe ich aber auch in meiner Not gemacht endlich etwas Schlaf zu bekommen.
Also mach dich schlau,geh noch etwas später ins Bett,nicht vorschlafen,immer zur gleichen Zeit raus,auch am WE.
Erst wenn man einigermaßen stabil ist kann man die Zeiten etwas verändern.
Es haben doch schon viele vorgemacht,mach's nach.
Wie du erkannt hast,auch mit wenig Schlaf hast du keine Vorlesung verpasst.Also,es geht.
Lg


 
(registrierte Mitglieder)

Re: Neue Arbeit und verstärkte Schlaflosigkeit

Markeria am 01.03.2017 um 17:47

Vielen Dank für Euer Feedback,

letzte Nacht (die dritte in Folge) bin ich zwar eingeschlafen (mit einer halben Zop) aber kurze Zeit später mit Herzrasen aufgewacht, weil mir Gedanken von der Arbeit tagsüber durch den Kopf geschossen sind. Habe so Angst was Falsches zu machen dort. In meiner Verzweiflung habe ich dann um 1 Uhr wieder mit Zopiclon (1/4) nachgelegt und muss dann vor Erschöpfung irgendwann etwas eingenickt sein.
Heute tagsüber wieder total am Limit, Katastrophengedanken en Masse (gleich kippst du um).

Das Buch von Herrn Müller habe ich bereits gelesen aber ich schaffe es nicht noch später zu Bett zu gehen, um 23 Uhr ist der Druck bereits so groß, nur noch paar Stunden bis zum Aufstehen zu haben. Mein Umfeld kann es nicht nachvollziehen das ich so zwanghaft mich in ein Schlaffenster zu pressen versuche und sagen ich soll auf Raten schlafen bzw. nach Bedarf und mich hinlegen wenn mich die Müdigkeit überkommt.

Vielleicht sollte ich klein anfangen und die Beschäftigungen im Bett reduzieren bzw. weglassen wie das Lesen.
 
(registrierte Mitglieder)
 
 1 2 3 ... 6  
 weiter   »
(Registrierung notwendig)