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Thema: [EDIT] - Suizidal und krank nach 10 Monaten absoluter Schlaflosigkeit

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Re: Suizidal und krank nach 10 Monaten absoluter Schlaflosigkeit

kaffee74 am 17.02.2017 um 03:57

Ich kann mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Zwangsgedanken die PRIMÄR-Ursache sind. Ich habe selber eine Zwangsstörung, kann da also ein bisschen mitreden. Klar sind die nicht gerade schlaffördernd, aber SO massiv - nein.

Denkbar ist eher eine andere psychiactrische oder neurologische Erkrankung, die auch die Zwangsgedanken verursacht, finde ich. Klingt ein bisschen wie der Ausbruch einer psychotischen Episode. Hat man EEG gemacht? Habs grad nicht mehr in Erinnerung.

Ansonsten ist schlaf auch durchaus sehr effizient, und 3 Std Schlaf sind ja schon zwei komplette Zyklen, das reicht streng genommen schon für fast völlige Erholung aus. Also umbringen wird einen auch so ein relativ geringes Pensum über längere Zeit mit Sicherheit nicht, erhöht allerdings schon den allgemeinen Streß.

Ich plädiere für eine gründliche neurologische und auch sonstige körperliche Untersuchung (inkl. der seltenen Darmkrankheit) und Abschied von der idee, das Zwangsgedanken die primär-Ursache sind.

War denn vor 11 Monaten als das los ging sonst irgendwas markantes? Eine körperliche Krankheit, Übelkeit, Magen verdorben, Erkältung, irgendwas signifikantes?
 
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Re: Suizidal und krank nach 10 Monaten absoluter Schlaflosigkeit

kaffee74 am 17.02.2017 um 04:00

hm, und wenns immer "dieselben Bilder" sind.. das klingt dann eher nach posttraumatischen Symptomen. Geht es um irgendein schlimmes Ereignis welches Dich gedanklich immer heimsucht?

Sofern es irgendwas mit Traumatisierungen zu tun hat wäre EMDR vielleicht eine sehr sinnvolle Sache.
 
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Re: Suizidal und krank nach 10 Monaten absoluter Schlaflosigkeit

beefheart81 am 19.02.2017 um 22:22

Ja es ist zumindest schlimm für mich dran denken zu müssen aber immer wieder mehrere hundert Mal am Tag denke ich dran.
Vor kurzem war ich bei einer Heilpraktikerin, die sagte bei meiner Erkrankung müsse man zur Ausscheidung der anfallenden Stresshormone auch mal weinen und mir fiel auf dass ich trotz meiner verzweifelten Gefühle nie weinen konnte seit dem Ausbruch der Krankheit. Wäre es denn möglich, dass die Verzweiflung ob der Schlaflosigkeit, die mir im wahrsten Sinne des Wortes die Kehle zuschnürt und das Weinen unmöglich macht es unmöglich macht mich zu entspannen, weil mitterweile so viele Stresshormone im Körper/Blut drin sind dass der zum Weinen nötige Mechanismus komplett verkrampft? Dann würde es ja immer schlimmer werden, ich würde quasi an den aufgestauten Stresshormonen förmlich ersticken.
Ein dummer Gedankengang: Können die gefährlichen Stresshormone entfernt werden durch Einnahme bestimmter Hormonpräparate- oder durch Blutwäsche?
 
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Re: Suizidal und krank nach 10 Monaten absoluter Schlaflosigkeit

kaffee74 am 20.02.2017 um 05:59

Man muss nicht weinen um Streßhormone abzubauen.. so ein Blödsinn. Ich bin dauernd beruflich schwer gestreßt und schaffe es mich auch wieder zu entspannen komplett ohne Tränen zu vergießen.
 
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[EDIT] - Re: Suizidal und krank nach 10 Monaten absoluter Schlaflosigkeit

beefheart81 am 20.02.2017 um 12:33

Das kann man beim besten Willen nicht vergleichen.
Wenn man arbeiten geht solange man noch kann ist diese Form von Stress unverzichtbar und leistungsfördend der sog. Eustress hatte ich sogar noch in der Ausbildung in Lehrbüchern stehen. Dem gegenüber steht der krankmachende Distress. Auf der Arbeit, wenn du von einem gefährlichen Hund gejagt wirst, oder wenn du seit 300 Nächten nicht geschlafen hast- die Stressoren und die Stoffe in deinem Körper-da ist weinen zum Abbau von Stresshormonen enorm wichtig und sicher kein Blödsinn. Wie kann eine natürliche Körperfunktion, auch wenn sie nicht mehr richtig funktioniert, Blödsinn sein???
 
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