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Thema: Frage zu Schlafkompression als Beginner

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Frage zu Schlafkompression als Beginner

sanchez am 03.01.2017 um 12:16

Ich habe vor 5 Tagen mit der Schlafkompression begonnen nach dem ich begeistert das Buch gelesen habe. Jetzt habe ich dringende Fragen dazu, ich würde mich sehr über Antworten bzw. Unterstützung freuen.

Kurz zu mir: Ich habe seit Kindheit Schlafstörungen die mit dem Alter eher schlechter geworden sind (bin 36 Jahre alt), also Ein und Durchschlafstörungen ohne körperliche Ursache (vermutlich liegt es mir in den Genen oder ich habe es von der Kindheit mitbekommen da mein Vater ähnliche Probleme hat). Ich war auch drei Tage im Schlaflabor, dort wurde festgestellt dass ich zudem zu wenig REM und Tiefschlafphasen habe. Die letzten 5 Jahre habe ich 3mal für 6-9 Monate 25mg Valdoxan genommen wenn ich komplett aus dem Schlafrythmus war, dies hat auch ganz gut geholfen für begrenzte Zeit, aber bin kein Freund von Tabletten und möchte das eher Vermeiden.

Mir ist nach dem Lesen des Buches bewusst geworden dass die Schlafkompression bei mir durchaus Sinn machen könnte da sich einige schlechte Angewohnheiten im meinen Schlafalltag eingeschlichen haben (z.B. schlafe ich häufig auf dem Sofa beim Fernsehschauen ein da ich nervös werde wenn ich ins Bett gehe).

Ich habe vor 5 Tagen mit der Kompression einer Liegezeit von 6 Stunden angefangen. Die gute Nachricht, ich habe jede Nacht superschnell einschlafen und bin kaum aufgewacht (Schlafzeit ca. 5:45 Stunden je Nacht).
ABER ich bin trotzem körperlich und nervlich total am Ende, ich habe das Gefühl das der Schlaf trotzdem viel zu kurz war bzw. nicht ausreichend. Mittlerweile denke ich schon daran, die Schlafkompression wieder aufzugeben da ich derzeit kaum Alltagstauglich bin.

Zu meinen Fragen:
-Ist das normal das man die ersten Tage so eine extreme Tagesmüdigkeit hat trotz 5:45 Stunden schlaf? Kann man sich daran gewöhnen? Vor allem ab 18 Uhr bin ich sowas von fertig

-Wäre es in meinen Fall auch möglich das Schlaffenster jetzt schon auf z.B. 6.30 oder 7 Stunden zu erhöhen da der Schlafdruck extrem hoch ist obwohl ich die 6 Stunden immer fast komplett geschlafen habe?

-Wie erwähnt, derzeit bin ich total fertig und kaum Alltagstauglich. Wie lange muss ich auf die Zähne beissen bis ich mich daran gewöhnt habe?

Würde mich wirklich freuen wenn Ihr mir eine Antwort schicken könntet. Bin gerade wirklich am Kämpfen dass ich mit der Schlafkompression nicht aufgebe, ein paar Tipps wären einen riesen Hilfe. Danke euch vorab Grafik: Smilie Zwinker
 
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Re: Frage zu Schlafkompression als Beginner

kaffee74 am 03.01.2017 um 16:54

Bezieht sich zwar nicht direkt auf Deine Fragen, aber..

- wie gings Dir denn vor der Kompression? Halbwegs fit, oder auch "nervlich total fertig"?

- hast Du sonstige Ursachen im Visier? Ernährung etc.?
 
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Re: Frage zu Schlafkompression als Beginner

sanchez am 04.01.2017 um 08:52

Danke für Deine Antwort.
Also vor der Kompression hatte ich einen sehr unregelmäßigen Schlaf, die letzten Wochen war ich ziemlich aus den Rythmus. Wenn ich ein Paar Nächte nicht geschlafen habe habe ich halt ein paar Tage Vivinox genommen oder wenn es gar nicht mehr ging einige Monate Valdoxan, so habe ich dann doch meinen Schlaf bekommen. Wenn ich 7-8 Stunden geschlafen habe war ich am Tag topfit, aber hat ohne Tabletten kaum mehr funktioniert. Dadurch dass ich schon seit Kindheit einen sehr schlechten Schlaf habe möchte ich die Kompression auf alle Fälle durchziehen, die Lebensqualität leidet schon ziemlich darunter. Also Grundsätzlich hat der Schlaf bei mir einen extremen Einfluss auf die Stimmung, gute Nächte gute Stimmung und andersrum. Ich war im Laufe der Jahre auch bei mehreren Ärzten, die haben Depressionen ausgeschlossen. Grundsätzlich bin ich ein sehr lebensfroher Mensch, aber der wenige Schlaf raubt halt oft die Lebensfreude.
Ich achte sehr auf die Ernährung, das wird kein Grund sein.
Als Ursachen sehe ich, dass ich grundsätzlich eher ein sensibler Mensch bin (was ja nicht negativ ist) und dass ich als Kind schon sehr intensiv mitbekommen habe dass mein Vater mit Schlafstörungen zu tun hatte, ich kann mir gut vorstellen dass man das unbewusst annimmt. Im Laufe der Zeit haben sich dann ungute Angewohnheiten eingeschlichen wie z.B. auf dem Sofa zu schlafen beim Fernsehen, Angst vor dem Schlafen gehen, sich selbst unter Druck setzten wenn man mal eine Nacht schlecht geschlafen hat usw. (das übliche halt).
Beim Lesen des Buches habe ich mich sehr angesprochen gefühlt.
Ich muss auch sagen, die letzten zwei Tage habe ich mich etwas besser an die kurze Bettzeit von 6 Stunden gewöhnt auch wenn ich noch sehr müde bin. werde ab den Wochenende auf 6.15 Stunden erhöhen.
 
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Re: Frage zu Schlafkompression als Beginner

Silent am 04.01.2017 um 11:13

Bei mir hat es ein paar Wochen gedauert, bis ich mit dem knappen Schlaf zurecht gekommen bin, denn der Körper muß erstmal wohl die Qualität des Schlafes erhöhen und diese Umstellung dauert einfach aber man wird mit dem Schlafdruck dann ja wiederum belohnt, so dass man ja teilweise wie ein "Stein" schläft....Mittlerweile komme ich mit 6,5 Stunden sehr gut zurecht, schlafe gut ein, ausreichender Schlafdruck und bin so auch ganz fit.

--
Wie fühlt sich gesunder Schlaf eigentlich an?

 
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Re: Frage zu Schlafkompression als Beginner

sanchez am 04.01.2017 um 11:22

Vielen Dank für die Antwort. Das gibt mir Mut mit einer positiven Einstellung weiterzumachen.
Ich werde mich die nächsten Wochen mal melden wie es so läuft.
 
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